Kölner Therapietage 2010 –
Psychotherapie mit Leib und Seele

Körpertherapie und Seelsorge?

Keine Angst, wir veranstalten mit den Kölner Therapietagen 2010 kein philosophisch-religiöses Kolloquium zur Leib-Seele-Begrifflichkeit. Wir bleiben bei der praxisnahen Fortbildung für Psychotherapeuten aller Schulen – und zwar mit wichtigen Fachleuten auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft. Was haben Leib und Seele hierbei zu suchen?

Kölner Therapietage 2010

Als wir die ersten Kölner Therapietage unter das Motto Jenseits der Therapieschulen stellten, war dies für einige Kollegen reichlich provokant. Aber inzwischen gibt es große Übereinstimmung darüber, dass sich die verschiedenen Therapiemodelle und -methoden ergänzen, ja sich sogar gegenseitig befruchten: Sie integrieren Neuro- und Sozialwissenschaften, Gehirn und Bedeutung – und eben Leib und Seele.

Teilnehmer und Dozenten der Kölner Therapietage wünschen sich für ihre therapeutische Arbeit Fortführungen, Erweiterungen, Ergänzungen oder schlagen neue Themen vor. Das Mitwirken an der Programmgestaltung wird diesmal besonders gefördert: Die Anregungen der Teilnehmer einer Podiumsdiskussion zum Thema Psychotherapie mit Leib und Seele im Rahmen der Kölner Therapietage 2009 fließen in unser Angebot von Dozenten und Workshopthemen ein.

Die Ergebnisse dieser gemeinsamen Anstrengung erfahren Sie im April 2010, wenn das Veranstaltungsprogramm veröffentlicht wird.

 

Folgende Themenbereiche haben wir bereits vorbereitet:

Wenn die Seele krank ist, was macht das mit dem „Leib“?

Wie zeigt der Körper, dass etwas mit der Psyche nicht mehr in Ordnung ist? Oder umgekehrt: wie reagiert die Seele auf körperliche Erkrankungen? Hier beschreiten wir den großen Bereich der psychosomatischen und somatopsychischen Erkrankungen und ihrer Behandlung. Neue Therapiekonzepte zeigen uns, wie pathologische Entwicklungen korrigiert werden und Körper und Seele wieder ins Gleichgewicht kommen können.

Was braucht die (kranke) Seele?

Welche Therapieansätze können Patienten auf ihrer Suche nach spirituellen Wegen fördern? Was bieten uns die Konzepte der Mentalisierung und die metakognitiven Ansätze zum Umgang mit der kranken Seele? Wie hilft hypnotherapeutische Arbeit mit heilenden Bildern und Metaphern den seelischen Schmerz zu lindern?

Was ist Therapie von Leib und Seele?

Wie können wir den Körper und seine Sinne in die Therapie einbinden? Wenn wir uns in der Therapie darauf beschränken, Gedanken mit Worten zu verändern, dann nutzen wir die vielfältigen Ressourcen unserer Patienten schlecht. Welche kreativen oder erlebnisorientierten Möglichkeiten bieten sich an? Wie lassen sich die oft verborgenen und wenig bewussten Emotionen ent-decken und bearbeiten?

… und nicht zuletzt: Was bedeutet Therapeutsein mit Leib und Seele?

Die schwierige Balance zwischen Nähe und Distanz im Umgang mit den Patienten wirft die Frage auf: Was ist eine gute therapeutische Beziehung und wie stelle ich sie her? Welche Gefühle sind in der Therapie „erlaubt“? Gibt es therapeutische „Liebe“? Wo gelangt der Therapeut an seine Belastungsgrenzen, gerät unter Stress oder erleidet ein Burnout-Syndrom? Wie kann er sich davor schützen

Auf ein Wiedersehen 2010 – wir freuen uns auf Sie!